Kein Schlussstrich unter den NSU-Komplex im Angesicht des Rechtsrucks!

Workshop mit Patrycja Kowalska (Kein Schlussstrich) Do., 25.10.2018, 16 Uhr c.t., Geschwister-Scholl-Platz (bei schlechtem Wetter: StuVe, Leopoldstr. 15, großer Sitzungssaal)

Freital – Clausnitz oder Bautzen, aber auch die neueren Geschehnisse in Chemnitz und Köthe markieren neue Höhepunkte rechten Mobilisierungspotenzials, befeuern die Dimensionen alltäglicher rechter Gewalt und potenzieren die Gefahr rechten Terrors. Sie sind Ausdruck der von Rechts aufgeladenen Idee des Vigilantismus: Die Motivation die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, gegen die „staatliche Umvolkungspolitik“. Das war auch Motivation des NSU-Terrors. Und obwohl der Fakt hervorsticht, dass der „Nationalsozialistische Untergrund“ über ein Jahrzehnt rauben, bomben legen und morden konnte, ist der NSU-Komplex nicht nur ein Teil der Geschichte rechten Terrors in der BRD, sondern auch Teil ihrer Kontinuitäten. Ein Weg rechten Terror zu verhindern, bedeutet Kontinuitäten sichtbar zu machen und zu durchbrechen. Neonazis haben den „Nationalsozialistischen Untergrund“ gebildet, weil genau dies der Umsetzung ihrer Ideologie entspricht. Aber der institutionelle und gesamtgesellschaftliche Rassismus, sowie die Verharmlosung rechter Strukturen bildeten die Grundlage dafür, dass der NSU im Untergrund bleiben konnte und nicht enttarnt wurde. Im Rahmen des Workshops sollen die Grundlagen des NSU-Komplexes genauer herausgearbeitet werden. In einer abschließenden Diskussion sollen Lehren und Konsequenzen aus dem NSU-Komplex in Anbetracht des aktuellen Rechtsrucks gezogen werden.
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Angeleitet wird der Workshop von Patrycja Kowalska, Sprecherin der Kein Schlussstrich Kampagne.

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