Iran – Israel – Deutschland

Antisemitismus, Außenhandel und Atomprogramm

In Abstimmung mit der Hochschulgruppe des Jungen Forum der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft laden wir zu folgender Veranstaltung ein:
Vortrag von Dr.Stephan Grigat am Do., 25.10.2018, 19 Uhr c.t., Raum A014, HGB LMU (Geschwister-Scholl-Platz 1)

Seit nunmehr fast 40 Jahren gehen in der islamischen Republik Iran immer wieder Tausende Menschen gegen die religiöse Diktatur auf die Straße. Sie protestieren gegen Folter, das Hinrichten Oppositioneller und die Unterdrückung von Frauen, Homosexuellen und anderen Minderheiten. Ein Regime, das Zeit seines Bestehens nicht nur zur Vernichtung Israels aufruft, sondern als einer der wichtigsten Finanzierer von Terrorgruppierungen wie Hisbollah und Hamas, den jüdischen Staat konkret bedroht. 40 Jahre, die ohne die wirtschaftliche Kooperation durch Europa und Russland nicht möglich gewesen wären. Während die Freiheitsbewegung im Iran auf die Unterstützung des Westens in Form von einem wirtschaftlichen Boykott des Regimes angewiesen wäre, erklärte Bundesaußenminister Heiko Maaß jüngst auf einer Botschafterkonferenz in Berlin, man wolle Unternehmen, die im Iran aktiv bleiben möchten, so gut es geht helfen. Dazu zähle vor allem das Suchen nach Wegen die US-Sanktionen gegen den Iran zu umgehen. Heiko Maaß, der, wie er selbst sagt „wegen Ausschwitz in die Politik gegangen“ sei, unterstützt damit – ganz in deutscher Handelstradition – ein antisemitisches Regime, dessen Vertreter wiederholt den Holocaust geleugnet haben. Denn seit vielen Jahren ist Deutschland der wichtigste westliche Handelspartner des Mullah-Regimes. Um mehr über die Zustände im Iran und die Bedrohung Israels durch dessen Atomprogramm zu informieren, laden wir, das Junge Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, zur Buchvorstellung und Diskussion mit Dr. Stephan Grigat ein. Vorstellen wird er sein neuestes Buch „Iran-Israel-Deutschland, Antisemitismus und Atomprogramm“, zu dem es vom Verlag heißt: „Der heutige Iran, Israel und Deutschland sind auf eine merkwürdige Weise miteinander verbunden. Eine entscheidende Rolle spielen dabei Geschichte und Gegenwart des Antisemitismus. Dieser Band, dessen Beiträge auf einer Konferenz beruhen, die Anfang 2017 in Berlin stattgefunden hat, erhebt Einspruch gegen die gängige Darstellung des iranischen Regimes und fragt nach den besonderen Beziehungen, die Deutschland als „Rechtsnachfolger des Dritten Reiches“ zur antisemitischen Diktatur im Iran einerseits und zum jüdischen Staat andererseits unterhält. Das Regime der Ajatollahs wird ebenso vor dem Hintergrund der Erfahrung des Nationalsozialismus analysiert wie die deutsche Iran-Politik und die israelischen Reaktionen auf das iranische Atomprogramm.“ Im Anschluss an die Buchvorstellung hoffen wir das Thema gemeinsam mit Euch und dem Autor weiter diskutieren zu können.

Dr. Stephan Grigat ist Permanent Fellow am Moses Mendelssohn Zentrum der Uni Potsdam, Research Fellow am Herzl Institute for the Study of Zionism and History der Universität Haifa, Lehrbeauftragter an der Universität Wien und Wissenschaftlicher Direktor von „Stop the bomb“.

 

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